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Integriertes Fach- und Finanzcontrolling Berlin

Da die Sozialausgaben jedes Jahr um 15 % anstiegen ohne dass zunächst klar wurde, in welchen Bereichen, wurde als erster Schritt von mehreren operativen Umsetzungsmaßnahmen zunächst für die Politikfelder Soziales, Jugend und Wohnen flächendeckend ein integriertes fach- und finanzpolitisches Controllingverfahren (IFFC) aufgebaut.

Mit dem Senatsbeschluss Nr. 780/02 vom 17. Dezember 2002 hat der Senat, auf der Grundlage eines zuvor von der Firma hfp erfolgreich durchgeführten Modellprojekts, beschlossen, für ganz Berlin ein Querschnittscontrolling nach den Grundsätzen der ziel- und wirkungsorientierten Steuerung aufzubauen. 

Mit dem IFFC erfolgt die Integration der Finanz- und Fachsicht, um eine verbesserte Transparenz des Ressourcenverzehrs und der damit erreichten Wirkungen in den Transferbereichen Soziales und Jugend der Bezirke zu ermöglichen. 

Für die operative Umsetzung wurde die Standardsoftware ePBN zur Ziel- und Wirkungsorientierten Steuerung in der Kommunalverwaltung in allen zwölf Berliner Bezirken eingeführt. Die Wirkungsmessung erfolgt auf Basis von Einzelfallinformationen je Hilfeempfänger. Damit einher geht der Aufbau eines Hilfeempfängerkontos im Sinne einer elektronischen FallAkte. Die strategische Planung, Steuerung und das Controlling erfolgt auf aggregierten Daten nach Zielgruppen. Anwender sind alle zwölf Bezirke sowie die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz, die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport sowie die Senatsverwaltung für Finanzen. 

Die Leitung des Projekts liegt bei der Senatsverwaltung für Finanzen und erfolgt in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Gesundheit Soziales und Verbraucherschutz sowie den Berliner Bezirken.
 

Originalfolie: Darstellung der Datenquellen und Schnittstellen

Für das Berichtswesen werden aus allen zwölf Bezirken die Daten jeweils aus dem Jugendhilfe- und dem Sozialhilfe-Gewährungsverfahren in das Management-Informationssystem importiert. Um Zielgruppenanalysen und Zeitverläufe zu ermöglichen, werden die Daten, bezogen auf einzelne Hilfeempfänger importiert. Durch die Pseudonymisierung der Daten werden die hohen Standards der Datenschutzrichtlinie eingehalten.
Zusätzlich zu den Fachdaten werden auch die Daten aus der Finanzbuchhaltung importiert.

Die Abbildung links zeigt Berichte aus dem Managementinformationssystem in Berlin, die einen Überblick über Fallzahlen und Leistungen, nach Kosten je Fall und durchschnittlicher Verweildauer nach Bezirken. Das aufgebaute Management-Informationssystem liefert Daten für die Planung und Steuerung der Politkfelder Soziales und Jugend. Alle Kennzahlen können sowohl für ganz Berlin aber auch je Bezirk dargestellt werden.
Die Zielgruppenanalyse ermöglicht die Untersuchung von unterschiedlichen Empfängergruppen: Nach Altersklassen, nach Schulabschluß, nach Ausbildung, nach Geburtsland.